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www.jiffystories.com

© 2013 jiffy stories im Residenz Verlag
im Niederösterreichischen Pressehaus
Druck- und Verlagsgesellschaft mbH
St. Pölten – Salzburg – Wien

Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte vorbehalten.
Keine unerlaubte Vervielfältigung!

ISBN ePub:
978-3-85236-020-1

Umschlaggestaltung: Nanna Prieler

Lektorat:Patrick Hutsch

Verschwörung am Cadillac Place

Im Jahr 1926 erobert die Automobilindustrie die Welt. Doch dieser Siegeszug wird bedroht: Der aufstrebende öffentliche Personenverkehr in Amerika wird mehr und mehr zur Konkurrenz. Alfred P. Sloan, der legendäre Präsident von General Motors, schmiedet einen raffinierten Plan: Mithilfe illegaler Methoden will er das öffentliche Transportwesen in Amerika ruinieren, um die eigenen Umsatzzahlen zu steigern. Gemeinsam mit den Chefs von Chevrolet und Ford schließt er einen Pakt zur Zerschlagung des öffentlichen Personenverkehrs. Die Verschwörung ist ein voller Erfolg. Amerika wird endgültig zum Autoland Nr. 1 und das öffentliche Verkehrsnetz liegt in Trümmern. Aber das persönliche Glück bleibt Sloan verwehrt. Seine einzige große Liebe zur Hollywoodschönheit Allison zerbricht an seinem beruflichen Ehrgeiz und am Ende bleibt ihm nur die Sehnsucht nach der verlorenen Zeit der Zärtlichkeit.

12 Wochen Intrigen

Verschwörung am Cadillac Place

erscheint ab 22.09.2013 wöchentlich jeden Sonntag.

Folge 1: Panik in Detroit

Folge 2: Tee mit Hoover

Folge 3: Rumble in the Jungle

Folge 4: Flüstern und Schreie

Folge 5: Kein Zauberer von Oz

Folge 6: Alice im Land der Spiegel

Folge 7: Die Protokolle von Queens

Folge 8: Der Aufstand

Folge 9: Die Verschwörung von Camelot

Folge 10: Nachmittag in Hollywood

Folge 11: Erhörte Gebete

Folge 12: Die Liebenden und die Toten

Verschwörung am Cadillac Place

Folge 1: Panik in Detroit

von Akos Gerstner

Thomas Van Dorn war der persönliche Sekretär Henry O. Brannigans, dem Chef für Personenkraftwagen bei der Ford Motor Company, dem ehemals größten Automobilhersteller der Welt, und damit Alfreds größter Konkurrent. Wann immer Alfred und Henry vertraulich in Kontakt treten wollten, geschah dies über Tom, denn Tom war mit Alfred eng befreundet und er hatte ihn am Abend zu einer Party eingeladen, die Alfred eigentlich absagen wollte. Aber die Situation hatte sich durch ein paar Zahlen schlagartig geändert.

Alfred hatte schon den ganzen Abend über einem Bericht gesessen, der ihn kurz vor Dienstschluss erreicht hatte und ihn, je länger er sich mit der Materie befasste, immer mehr beunruhigte. Vom Fluss tief unter ihm ertönte ein Nebelhorn und er musste an gestrandete Wale denken, die er einst als Vierzehnjähriger bei einer Schiffsreise vor Neufundland gesehen hatte. Alfreds Panik steigerte sich, als ihm Toms Einladung wieder einfiel. Kurz entschlossen öffnete Alfred seinen Kleiderschrank, wechselte den schwarzen Anzug gegen einen eleganteren Smoking, damit er nicht ganz so düster aussah, wie er es sonst immer bevorzugte, um auf Pressekonferenzen einen kompetenten Eindruck zu hinterlassen. Er band sich hastig noch einen Schlips um und eilte zum Fahrstuhl. Alfred musste reden, und das nicht mit irgendjemandem.