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Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek:

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© 2013 jiffy stories im Residenz Verlag

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ISBN ePub:

Umschlaggestaltung:Nanna Prieler

Lektorat:Patrick Hutsch

Das Hochzeitsprinzip

Caro mag guten Sex, besonders dann, wenn er unverbindlich ist. Die Drehbuchautorin ist Ende zwanzig, steht voll im Leben und arbeitet an ihrer Karriere. Sie genießt ihr Leben und ihre Freiheit. Gut, sie kämpft ein wenig mit dem Start in das Berufsleben, und die Sache mit dem Sex ist auch nicht so einfach. Aber sonst, sonst wäre alles gut, würden nicht gerade alle, wirklich alle um sie herum heiraten. Ist die Ehe ein nicht völlig überholtes Prinzip? Warum muss man überhaupt heiraten? Gemeinsam mit ihren drei ältesten Freundinnen begibt sich Caro auf eine Odyssee von Hochzeit zu Hochzeit. Sie lernt dabei mehr über sich selbst, ihre besten Freundinnen - und, dass es vielleicht doch auch ihren Traummann gibt.

Was bisher geschah

Auf der Hochzeit einer alten Sportvereinskameradin trifft Caro auf ihren Ex-Freund Philipp und beginnt darüber nachzudenken, warum sie seine Liebe damals nicht wollte. Sie betrinkt sich und plaudert dabei vor Anne aus, dass Lulu mit Herrn Dräger Sex hatte. Die Situation eskaliert, Anne ohrfeigt sowohl Lulu als auch ihren Vater, die Hochzeit erreicht ihren Tiefpunkt und Philipp macht Caro dafür verantwortlich. Die beiden sprechen sich am nächsten Tag mehr oder weniger aus, nur Anne ist nicht erreichbar. Als Caro wieder zu Hause ist, erhält sie eine SMS von David. Endlich.

10 Wochen Liebeswirren

Das Hochzeitsprinzip
erscheint ab 22.09.2013 wöchentlich jeden Sonntag.

Folge 1:Not in Love

Folge 2:Heimat

Folge 3:Mannheim

Folge 4:Zwei Sekunden

Folge 5:Das Sommerfest

Folge 6:26

Folge 7:Barcelona

Folge 8:Phantomschmerz

Folge 9:Der Junggesellinnenabschied

Folge 10:Zwei Enten

Das Hochzeitsprinzip

Folge 3: Mannheim

von Stefanie Ren

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Als es an der Tür klingelte, waren Chris und ich gerade in meinem Bett miteinander beschäftigt. Es war später Nachmittag. Draußen war es grau und regnete in Strömen, und ich ging nicht davon aus, dass das Klingeln mir galt, sondern meiner Mitbewohnerin Angelika.

Angelika hatte ständig ihre langweiligen Lehramtsstudiumskolleginnen zu Besuch. Die sahen immer alle gleich aus, hießen Verena, Sandra, Sabrina, Verona und waren beleidigt, wenn ich sie miteinander verwechselte. Mit Angelika und mir war das aber sowieso so eine Sache. Angelika studierte Mathe und Erdkunde auf Lehramt, war Stuttgart-21-Gegnerin und die ökologisch korrekteste Person, die ich kannte. Wenn sie meine McDonald’s-Tüten im Mülleimer fand, durfte ich mir danach eine ellenlange Standpauke anhören, in der dann meistens von „Nachhaltigkeit“ und unseren „Nachkommen“ die Rede war. Was sie über meinen Männerverschleiß dachte, wollte ich gar nicht erst wissen. Nachhaltig konnte man das nicht nennen. Und Nachkommen gab’s auch keine.

Angelika und ich waren nicht wirklich freiwillig Mitbewohnerinnen geworden. Aus meiner letzten Wohngemeinschaft musste ich schnell raus, nachdem ich mit einem meiner beiden Mitbewohner gelegentlich schlief und der andere irgendwann dahinterkam. Dummerweise hatte sich Letzterer nämlich irgendwie in mich verliebt und die Situation war nicht mehr länger ertragbar gewesen.

Merke: Schlafe nie mit deinem Mitbewohner.

Ich bin dann bei einer Kommilitonin untergekommen, bei der gerade ein Zimmer frei geworden war. Die Wohnung war toll. Altbau, hohe Decken, hell, Dachterrasse. Dummerweise ist sie zwei Monate später nach Berlin gezogen. Da waren grade Semesterferien. Ich war mit Miri im Urlaub und daher an der Suche des Nachmieters auch nicht beteiligt. Und dann war Angelika da. Dumm gelaufen.

Chris und ich beachteten die Klingel gar nicht.

Schließlich hörte ich Angelika die Wohnungstür aufmachen.